Marius Ohl hatte im Vorfeld unserer Fahrt Kontakt geknüpft zu vier Bautzener Künstlerinnen. Malerei von Iris Brankatschk sahen wir ja in hoher Dichte in ihrer aktuellen Ausstellung im Museum Bautzen.

Almut-Sophia Zielonka lud uns ein in ihr Atelier. Ein sehr konzentriertes, stilles, lösungsmittelatmendes, erstaunliches Erlebnis. Ihr Atelier in Bautzens Altstadt ist angefüllt mit kleinformatigeren Arbeiten. Aktuelle, auch ältere. Meist malt sie parallel an mehreren Bildern. Täglich. Etwas. Sie zeichnet viel. Beobachtet Menschen. Vermutlich sich selbst. In Gelassenheit und unaufgeregter Distanz. Zeitlosigkeit kommt einem als Begriff. „Warum Hanfgewebe?“ – „Damit man die Arbeiten auch in 500 Jahren noch betrachten kann.“ Ein Ausstellungsvorhaben in Zusammenarbeit mit Dr. Vollbrecht verlegte sie in Rücksichtnahme auf einen älteren Kollegen, der gewürdigt werden sollte.

Sie malt sowieso solange sie da ist.

Für uns hängt sie eins ums andere auf. Viele. Ich sehe: Räume; Verschränkung von innen und außen. Wiederkehrend: von Farbflächen, die Mauern, Gebäude oder anderes abbilden, wird häufiger der Bildmittelgrund einfach verstellt. Muster spielen eine Rolle. Das Ornament. Inmitten oder irgendwo verloren oder wie eincollagiert in die Räume: Körper. Personen. Tiere. Fremd-Körper. Schatten. Licht. Führung. Untiefen. Verwirbelungen. Geschlossene Augen. Kontaktaufnahmen direkt. Introvertiertes. Suchend kommunizierendes. Einsamkeiten. Wenn Gruppen, dann meist anonym. Farbauftrag. Auftrag. Welchen genau Almut sich selbst formuliert und stellt – ich bin mir noch nicht ganz sicher und werd’s vermutlich nicht. Katzen. Raubtiere. Streifen. Umher. Griechische Mythologie aber auch Bibel. Geschöpfe. Linear das Format aufteilende Einbauten. Geländer. Gelände. Farbauftrag eher Zeit schluckend schichtend. Häufiger Konturen als Übergänge. Trennend. Vereinzelnd. Nebeneinandriges Miteinander. Hm.

Kurzer Zwischenstop nur.

Überbordend. Dringlich. Kraftvoll. Geladen. Wir. Bei Ihr. Sie.

Fülle.

So erleb ich das nächste: Heike Dittrich. Sehr viel erlebt und gelebt. Viel zu sagen. Und zu zeigen. Zu geben. Aktuelle Politik ist von Interesse. Vergangene Politik sowieso. Atmen. Wald. Schnappschüsse. Alltagsdinge fix ins Bild geschnappt. Eruptives und Intensives scheint ihr vertraut. Auch Zartes. Vielschichtiges. Bild im Bild. Verspielte Spiegelungen mit Kamera gesehen draußen. Unterwegs. Hat sie auch noch weiterhin so vor, meine ich zu verstehen.

Ich begegne so vielen Tieren hier in Bautzen. Also in Bildern. Ich denk nochmal drüber nach.

Nachwuchsförderung gelebt: zwei Töchter und aber auch Malschule als Offerte an Bautzener Jugend.

Auch: Erinnerungen. Eppelheim 90er Jahre.

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